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14. Juli bis 30. September 2012

Till Nowak: "A Lot Of Civilisation"

 

„The Experience of Fliehkraft”: Seit 2007 sammelt Nowak Filmsequenzen von Fahrgeschäften von Jahrmärkten verschiedener Städte und manipulierte diese. Das Werk besteht aus sieben einzelnen kurzen Videoclips von physikalischen Unmöglichkeiten, die allerdings so wirklichkeitsnah dargestellt sind, dass der Betrachter staunend davor steht. Sieben große Pläne der einzelnen Phantasiegebilde ergänzen den Zyklus. Schon seit seiner Kindheit faszinieren den Künstler die Fahrgeschäfte, die sich nun in einem eigenen Kunstwerk katalysieren. In modernen Vergnügungsparks verbinden sich gigantische Industriemaschinen mit oberflächlich blinkender Unterhaltungsfassade zu einem bizarren Gemisch. Zwei Facetten unserer Zivilisation treffen bei “The Experience of Fliehkraft” besonders intensiv aufeinander und erzeugen eine Gefühlsmischung aus Faszination, Belustigung, Angst und Staunen. „Für mich sind diese Maschinen Ausdrucksformen des Verlangens dem Alltag zu entkommen und Glücksgefühle zu generieren“, sagt Till Nowak dazu.

„Sus”: Das Musikvideo zum gleichnamigen Stück der norwegischen Ambient-Elektronik-Band “Pjusk” präsentiert die schneebedeckte Berg- und Fjordwelt Norwegens in einer manipulierten, traumartigen Version. Die Oberflächen der Landschaft verflüssigen sich als ob sie chemischen Prozessen unterzogen würden. Zudem wird bewusst mit der Verzerrung von Größenverhältnissen gespielt. Riesige Formen erscheinen plötzlich mikro- und makroskopisch, wodurch der Mensch als winziges Wesen in Bezug auf unsere Umwelt thematisiert wird – eine Idee der sich die norwegische Nationalromantik schon bediente.


„Habitat“ ist die neuste Arbeit des Künstlers. Sie ist die Extremform einer zivilisatorischen Schichtung. Sowohl architektonisch-urbane als auch sozio-kulturelle Schichten unterschiedlicher Epochen sind in ihr zu sehen. Von den Villen und Kuppeln in der Oberstadt über einen breiten ‚Äquator’ bis hin zu schattigen Wohnungen, Antennengärten und der Kanalisation der Unterstadt.

„Was in einem sozialwissenschaftlichen Diagramm eine Pyramide wäre, ist in meinen Träumen eine Kugel“, sagt der Künstler. „Die Kugelform fasziniert mich seit Jahren und ich gehe experimentelle Wege mit ihr. Die Kugelstadt „Habitat“ kann als selbstironischer Kommentar zum Bauboom der globalen Mega-Cities gesehen werden, während sie gleichzeitig Ausdruck utopischer Phantasien ist.“

 

Anlässlich der "Sommer Frische" nextbadgastein.
Kuratiert von Claus Friede

Eintritt frei.

Kraftwerk am Wasserfall

Wasserfallstraße 7
A - 5640 Bad Gastein/Österreich




30. März bis 27. Mai 2012
Yvonne v. Schweinitz: "Gesichter Afghanistans" - Erfahrung einer alten Welt


In Zürich 1953 mit dem Auto gestartet, führt die journalistische Reise die Fotografin Yvonne v. Schweinitz sieben Monate durch die Türkei, Syrien, Jordanien, Israel, Irak, Iran nach Afghanistan und Pakistan. Während ihres dreimonatigen Aufenthalts im Vielvölkerstaat Afghanistan besucht sie u.a. das Bamiyan-Tal mit den berühmten Buddha-Statuen und überquert auf unbefestigten Wegen den Khyber-Pass nach Peshawar/Pakistan in das damals noch autonome Swat-Tal.

Ausgerüstet mit einer Rolleiflex, einer Leica M3 sowie einer Polaroid-Kamera sind auf diesen Fahrten zahlreiche Schwarz-Weiß- und Farbfotografien entstanden. Rund 120 dieser Bilder haben die Kuratoren Claus Friede und Mathias v. Marcard ausgewählt, die im Willy-Brandt-Haus vom 30. März bis 25. Mai 2012 präsentiert werden. Die Fotografien gelten ethnologisch als Raritäten und zeigen selten wahrgenommene Seiten des Landes am Hindukusch. Auf eindrucksvolle Weise dokumentiert Yvonne v. Schweinitz das Leben, die Kulturen, die Menschen, Clans und Stämme in Afghanistan zu einer Zeit, als es in diesem Land friedlich war.


Yvonne v. Schweinitz, geboren in Danzig1921 als Gräfin v. Kanitz, entstammt einer alten ostpreußischen Familie. Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Studium arbeitet sie freiberuflich mit dem renommierten Pressefotografen Willy Pragher zusammen, in dessen Archiv auch die späteren Fotoarbeiten aufgenommen wurden.

Eine Ausstellung von Claus Friede*Contemporary Art und Marcard Pro Arte

Mit freundlicher Unterstützung der Markert-Gruppe, Hamburg/Neumünster

Eintritt frei.

Geöffrnet: Di - So 12-18 Uhr

Freundeskreis Willy-Brandt-Haus
Stresemannstraße 28
10963 Berlin



11. Mai bis 22. Juli 2012
Eva Roth: "Streifzüge - Hamburg Palermo London "


Die in London lebende Künstlerin Eva Roth arbeitet mit unterschiedlichen Techniken, neben Malerei ist dies die Zeichnung und Fotografie sowie die Kombination aus allem: geschichtete Übermalungen urbaner Räume und Szenen.

 

Roth verbindet ihre fotografierten und übermalten städtischen Sichtachsen, Straßenszenen und Architekturfragmente mit persönlichen Erinnerungen, Erfahrungen und ihrer Identität und definiert damit räumliche Befindlichkeit. Denn ihrer Auffassung nach sind Räume immer mit Gefühlen und individuellen Empfindungen verknüpft.

So definieren die Werke aus den drei unterschiedlichen Städten Hamburg, Palermo  und London nicht nur einen architektonischen- und städtischen-, sondern auch einen emotionalen Kulturraum. Diese beruhen auf visuellen, aber auch auf psychischen Reizen und Aneignungen.

Im Rahmen des Hamburger Architektursommers 2012.

Die Eröffnung findet am Donnerstag, 10. Mai 2012 um 19 Uhr statt.

Geöffnet nach Vereinbarung. Telefonische Anmeldung unter Tel.: (04321) 870 10 oder (01577) 3030 600
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Kuratiert von Claus Friede

Eintritt frei.

Kunstforum Markert
Droopweg 31
20537 Hamburg

 


Informationen zu meiner kuratorischen Arbeit im Kunstforum Markert finden Sie hier.

Wenn Sie sich für meine Arbeit als Chefredakteur des Internet-Feuilletons KulturPort.De interessieren, klicken Sie bitte auf diesem Link.

Falls Sie an unseren Aktivitäten interessiert sind, senden Sie uns bitte Ihre E-Mail-Adresse und/oder Ihre postalische Anschrift, wir freuen uns, Sie auf unseren Einladungs- und Informationsverteiler setzen zu können: office@cfca.de