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28. Oktober 2011 bis 15. Januar 2012
Florian Breetzke und Viviane Gernaert: "Schichten"


Das Kunstforum Markert zeigt in seiner neuen Ausstellung „Schichten" Werke zweier junger, in Hamburg lebender Künstler. Viviane Gernaert (*1976) studierte Kunst am Institut Superieur de Peintre in Brüssel und an der Hochschule für bildende Künste. Florian Breetzke (*1974) absolvierte sein Kunststudium an der University British Columbia Canada und an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg.

Viviane Gernaert bezieht sich in ihrem plastischen und zeichnerischen Werk auf zeitgenössische Filme des Genres Martial Arts und auf das Kampfspiel abgerichteter Hunde.
Die in Zellan gegossenen und glanzlackierten Hundeskulpturen bestätigen trotz unterschiedlicher Materialität auf gleichem Wege die Ästhetisierung von Kampfszenen ohne deren Idealisierung.
Die Handzeichnungen – Kohle auf Papier – sind gegenüber den Objekten feine, filigrane Linienführungen und Schraffuren.

Florian Breetzkes Bildwerke sind thematisch dual an der Tierfigur und der Landschaft orientiert. Letztgenannte kann äußerst farbig, manchmal sogar schrill und beißend sein, und seine Formensprache reicht innerhalb eines Bildes vom amorphen, nebulösen Farbraum bis zur festen geometrischen und architektonischen Gegenfigur.
Für alle Arbeiten gilt gleichermaßen, dass Florian Breetzke wie ein Alchemist vorgeht, das Experimentieren dem wissenschaftlichen Forschen vorzieht. Diese Arbeitsweise ist immens erfrischend, denn sie zeigt Seiten der Kunst, die auf dem abwechslungsreichen Verhältnis von Prinzip und Zufall, von Humor und Ernsthaftigkeit und von Naivität und Erfahrung beruht.

Geöffnet nach Vereinbarung. Telefonische Anmeldung unter: 04321 – 870 10 oder 01577 - 3030 600
Zur Ausstellung erscheint je Künstler ein Katalog.
Kuratiert von Claus Friede

Eintritt frei.

Kunstforum Markert
Droopweg 31
20537 Hamburg



15. Dezember 2011 bis 21. Januar 2012
Yvonne von Schweinitz: Gesichter Afgahistans - Erfahrung einer alten Welt

 
Gesichter Afghanistans - Erfahrungen einer alten Welt ist der Titel einer Ausstellung mit Fotografien aus dem Jahr 1953 von Yvonne von Schweinitz. Als junge Fotografin war für Yvonne von Schweinitz, damals Gräfin von Kanitz, der Vielvölkerstaat Afghanistan Höhepunkt einer siebenmonatigen beruflichen Reise durch den Nahen und Mittleren Osten. Während des etwa dreimonatigen Aufenthalts besuchte sie unter anderem das Bamiyan-Tal mit den berühmten Buddha-Statuen. Die während dieser Reise entstandenen und in der Ausstellung gezeigten Fotografien gelten sowohl ethnologisch als auch dokumentarisch als Raritäten.

Die Ausstellung wurdekonzeptioniert und kuratiert von Claus Friede Contemporary Art und Marcard Pro Arte und wird von der Markert Gruppe unterstützt.

Villa Ichon

Goetheplatz 4

28203 Bremen

Geöffnet Mo-Fr. 11 - 13 Uhr



Samstag, 21. Januar 2012 - 20:00 Uhr

Diana Naher: Töchterland - Die Geschichte meiner deutsch-afghanischen Familie

Lesung - Moderation: Claus Friede

Drei starke Frauen zwischen Orient und Okzident

Dies ist die Geschichte von drei Frauen, drei Generationen, drei Töchtern: Elisabeth, Mariam und Diana. Mutig und selbstbestimmt überwinden sie Grenzen und Konventionen, um ihren Träumen zu folgen. In einer Zeit, in der das Leben von gesellschaftlichen Traditionen, strengen familiären Strukturen und großen politischen Umwälzungen geprägt ist, finden sie einen Weg, sich gegen alle Widerstände zu behaupten. Ihre Leben sind untrennbar verwoben mit der bewegten Geschichte Afghanistans und Deutschlands von den 20er Jahren bis heute - zwei Kulturen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

1925: Elisabeth, behütete Tochter aus gutem Hause in Worms, verliebt sich in einen afghanischen Chemiestudenten. Ihre Familie ist gegen die Verbindung, doch Elisabeth gibt nicht auf: Nach sieben Jahren des Wartens verkauft sie ihren Steinway-Flügel, um die Schiffspassage nach Bombay zu bezahlen, und folgt Omar auf abenteuerlichen Wegen in seine Heimat. Doch schon bald platzen Elisabeths Träume vom Leben an der Seite eines exotischen Märchenprinzen. Politische Unruhen treffen das weitgehend noch sehr ursprüngliche Land, ihr Mann wird ins Gefängnis geworfen. Elisabeth und ihre kleine Tochter Mariam werden fast fünf Jahre unter Hausarrest gestellt. Nur unter größten Anstrengungen gelingt es ihnen, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland auszureisen.

1948: Mariam kehrt mit ihrer Mutter zurück nach Afghanistan. Mit nur 15 Jahren heiratet sie als zweite Ehefrau in die einflussreiche Familie Nasher ein. An der Seite ihres Mannes, eines paschtunischen Khans, führt sie fortan ein Leben wie das einer Prinzessin. Eine Rolle, die sie auf ihre ganz eigene Weise erfüllt: Im sich wandelnden Afghanistan der 60er Jahre baut sie eine fortschrittlichen Mädchenschule auf und leitet sie. Ihre Kinder wachsen auf in einer Welt zwischen afghanischen Traditionen und europäischer Kultur, geleitet von der liebevollen Mutter und beschützt von einem mächtigen Vater.

1971: Diana, die älteste Tochter von Mariam, geht zum Medizinstudium nach Europa. Sie genießt ihre Unabhängigkeit, doch im Herzen bleibt die Sehnsucht nach Afghanistan. Dann trifft erneut ein politischer Umbruch das Land am Hindukusch: der Vater wird aufgrund seiner einflussreichen Position verhaftet und in einem aufsehenerregenden Prozess zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Schließlich gelingt es der Familie, nach Deutschland zu fliehen und sich dort ein neues Leben aufzubauen.

Die Geschichte dieser drei Frauen lässt vor unseren Augen das fast schon vergessene Bild eines blühenden Afghanistans lebendig werden - faszinierend, mitreißend und zutiefst berührend.

Bremer Literaturkontor in der Villa Ichon

Goetheplatz 4

28203 Bremen

Mo.-Fr. 11 - 13 Uhr



Sonntag, 29. Januar 2012 - 20:30 Uhr

Nils Berg Cinemascope

Live Jazz-Konzert zu YouTube-Amateuren
Eine ELBJAZZ Festival-Preview in Kooperation mit Kultur-Port.DE anlässlich der Lessingtage 2012

 

Der schwedische Saxophonist Nils Berg erlöst interessante Amateurmusiker aus den Videofluten von „YouTube“. Für „Cinemascope“ editiert er z.B. japanische Koto-Spielerinnen beim Stimmen, eine christliche Bordunzither-Anfängerin aus den USA oder die singende Teenagerin Matul aus Brunei und spielt anschließend mit seinem Trio dazu. Das Resultat fasziniert nicht nur die virtuellen Ideengeber – die Jazz-Bibel „Downbeat“ vergab 4 Sterne für das „transzendieren konzeptioneller Cleverness“ und der Rolling Stone befand: „unwiderstehlich geheimnisvoll“. Vielleicht gelingt es Claus Friede im anschließenden Künstlergespräch, das ein oder andere Geheimnis zu lüften.

Im Anschluss an das Konzert findet ein Künstlergespräch mit Claus Friede (Chefredakteur von Kultur-Port.DE) statt.

Mit freundlicher Unterstützung der Hamburger Volksbank.

Tickets zu 20 Euro, freie Platzwahl

Foto: Miki Anagrius

 

Thalia in der Gaußstraße (Ballsaal)

Gaußstraße 190

22765 Hamburg


Informationen zu meiner kuratorischen Arbeit im Kunstforum Markert finden Sie hier.

Wenn Sie sich für meine Arbeit als Chefredakteur des Internet-Feuilletons Kultur-Port.De interessieren, klicken Sie bitte auf diesem Link.

Falls Sie an unseren Aktivitäten interessiert sind, senden Sie uns bitte Ihre E-Mail-Adresse und/oder Ihre postalische Anschrift, wir freuen uns, Sie auf unseren Einladungs- und Informationsverteiler setzen zu können: office@cfca.de